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Type: acdh:Project
today Available Date: 17 Jul 2019
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info Die große historische Leistung des Wiener Kongresses war die Schaffung eines Systems zwischenstaatlicher
Friedenswahrung und Konfliktregelung in Europa, das nach den territorial-politischen Erschütterungen der
napoleonischen Zeit für mehrere Jahrzehnte Bestand hatte. Damit verbunden war ein fundamentaler, qualitativer
Wechsel im Stil der internationalen Politik, zu dem sich alle "Player" bekannten: die Überwindung der Fixierung
rein auf einzelstaatliche Interessen zugunsten der Verpflichtung auf eine funktionierende europäische
Sicherheitsordnung mit planbaren Spielregeln für Mediation und Konfliktmanagement. Die Botschafterkonferenzen
und Kongresse seit 1814 waren erste konkrete Bausteine für eine solche Sicherheitsordnung.
Im "Europäischen Mächtekonzert" des 19. Jahrhunderts mit seiner kompliziert ausbalancierten Mechanik von
Einflusssphären nahm der österreichische Kaiserstaat unter der diplomatischen Regie Metternichs aufgrund seiner
territorialen Interessen in Richtung deutscher Staatenwelt, Italien sowie Balkan eine zentrale Rolle ein. Während
die Entwicklung der europäischen Staatenordnung vom Krimkrieg bis zum Ausbruch der großen Balkankrise 1875,
an deren Ende der letzte europäische Mächte-Kongress in Berlin 1878 steht, gut erforscht ist, fehlt nach wie vor
eine moderne, angemessene und leicht zugängliche Dokumentation für die europapolitisch zentral wichtige "Wiener
Ordnung" von 1815 und für ihre Entfaltung in der "Kongresspolitik" der 1820er-Jahre, die der systematischen,
internationalen und gesamteuropäischen Dimension dieser Ordnung Rechnung tragen würde.
Es scheint also überfällig und lohnend zugleich, sich mit einem neuen Editionsprojekt dem Funktionieren der
europäischen Mächtepolitik 1814/15 - 1825 zuzuwenden, und zwar zunächst aus der bislang ganz unterbelichteten
Perspektive des Wiener Hofs heraus. Dies sichert gleichzeitig einen praktikablen und im beantragten Zeitrahmen
abzuarbeitenden Auftakt für ein mögliches Langfrist-Projekts zum Thema "Das Europäische System des Wiener
Kongresses". Konkretes Ziel ist ein substantieller Dokumentationsband, der auf der Basis archivalischer Originale
in Wien Schlüsseldokumente zum Inhalt wie zu den Verfahrensweisen des europäischen Systems im Zeichen der
"Wiener Ordnung" zugänglich macht und durch die Beigabe deutschsprachiger Regesten weitum konsultierbar
sowie im akademischen Unterricht einsetzbar ist. Ausgewertet sollen dafür im Österreichischen Staatsarchiv -
Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien aus der Bestandsgruppe "Staatskanzlei" die "Kongressakten" (46 Faszikel) und
"Vorträge" (37 Kartons) werden.
Damit soll vor allem ein konkreter, weithin sichtbarer Schritt getan werden, um in Hinblick auf die 200jährige
Wiederkehr des Wiener Kongresses 2014/15 österreichische und von Österreich aus initiierte Forschungen
einzubringen in das neue Interesse an einer systematisch erforschten "Internationalen Geschichte" des "langen" 19.
Jahrhunderts.
Type: acdh:Project
today Available Date: 17 Jul 2019
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info 1820 und 1821 versammelten sich die Vertreter der europäischen Großmächte erst in der schlesischen
Kleinstadt Troppau/Oppava, und dann in Laibach/Ljubljana, um Krisenpolitik zu betreiben: Auf der
Kongressagenda stand die Frage, wie das Europäische Mächtekonzert auf die im Königreich beider
Sizilien ausgebrochene konstitutionelle Revolution reagieren sollte. War eine militärische Intervention
die einzige Möglichkeit, um die herkömmliche monarchische Ordnung in Süditalien wieder
herzustellen? Oder sollte einer Nichtinterventionspolitik der Vorrang eingeräumt und dadurch der
politische Umsturz akzeptiert werden?
Grundlage der Gespräche 1820/21 waren die verschiedenen Allianzverträge, die ab 1814 zwischen den
europäischen Mächten abgeschlossen worden waren. Das Ziel dieser Maßnahmen war die Sicherung
des Frieden und der politischen Ruhe auf dem durch die Revolutions- und Napoleonischen Kriege
gebeutelten Kontinent. Zwar war ein gemeinsames Ziel definiert – doch wie dieses angesichts erneuter
revolutionärer Unruhen etwa in Süditalien erreicht werden sollte, war nicht vertraglich festgelegt
worden.
Während der Verhandlungen in Troppau und Laibach traten die unterschiedlichen Ansichten der
beteiligten europäischen Mächte in dieser Frage klar zu Tage. Erstmals nach dem Ende des Wiener
Kongresses und dem endgültigen Sieg über Napoleon wurde das europäische Allianzsystem auf die
Probe gestellt.
Das Projekt untersucht die verschiedenen politischen Ansätze und Strategien der Mächte und setzt
diese mit innenpolitischen Faktoren ebenso in Zusammenhang wie mit den unterschiedlichen
Vorstellungen der beteiligten Staatsmänner über das Wesen und den Zweck des Europäischen
Mächtekonzerts. Die zentrale Frage ist dabei jene nach der konkreten Funktionsweise des Konzerts.
Wie wurden die Allianzverträge jeweils interpretiert? Welche Konfliktlösungsstrategien wurden
angewendet? Welche Staaten wurden zu den Gesprächen zugelassen? Wo sind die Verhandlungen in
Troppau und Laibach im Diskurs über Intervention bzw. Nichtintervention in Zweitstaaten zu
verorten?
Das Projekt befasst sich mit zwei bisher wenig untersuchten Mächtekongressen und leistet daher einen
wichtigen Beitrag zum Verständnis europäischer Mächtepolitik in der Ära nach dem Wiener
Kongress. Doch ist der zentrale Konfliktpunkt der Verhandlungen nicht nur relevant für die erste
Hälfte des 19. Jahrhunderts: Auch heute stellt sich angesichts zahlreicher internationaler Krisen immer
noch die Frage nach der Reaktion der Staatengemeinschaft, die letztlich stets auf die Alternative
Intervention – Nicht-Intervention hinausläuft.
Type: acdh:Project
today Available Date: 29 Nov 2017
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info A go!digital project conducted by BASIS-OEAW in cooperation with ACDH-OEAW to digitize squeezes and various materials from the Academies Glaser archive collection.
Type: acdh:Project
today Available Date: 03 Feb 2021
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info DAACDA (Downed Allied Air Crew Database Austria) is a project carried out by Dr. Georg Hoffmann (head of project) and Dr. Nicole-Melanie Goll, conducted at the ACDH-CH and the Austrian National Library between 2017 and 2020. The project was funded by the Austrian Academy of Sciences (GoDigital 2.0-program) as well as the Future Fund of the Republic of Austria. The project merges research results dedicated to examinations on violence against downed Allied air crews (“mob law against airmen") and so-called "Missing-in-Action" cases (MIA) and provides them for the first time in a cross-linked manner. The project is concerned with the collection, evaluation and visualization of data and information on downed planes of the US Army Air Force as well as the Royal Air Force, and their crews who were arrested, became victims of war crimes and/or died in the area of present-day Austria and Hungary between 1939 and 1945. A networked approach to different sources – among them from archives in the US, the UK, Germany and Austria – allows, for the first time, a complete overview of a so far scarcely investigated aspect of the Allied Air War. The web application developed in the course of the project captures and visualizes more than 1,000 plane crashes and traces and depicts the fate of more than 10,000 American and British airmen. The collected data is thereby connected and provided to the public as well as to researchers, ultimately allowing for further investigations and research.
Type: acdh:Project
today Available Date: 22 Feb 2021
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info The HistoGIS project creates and publishes machine readable data about historical administrative units. Maps, either historic ones or maps displaying past (political) border lines, has been georeferenced and the actual information about the former borderlines was captured as GeoJSON together with necessary metadata like the name of the temporal spatial entity, its start and end dates, alternative names as well as potential matching Wikidata IDs.
The project was funded by the Austrian Academy of Sciences (Innovationsfonds), run from March 2018 until October 2020 and was led by Peter Andorfer and Matthias Schlögl. The actual work on the data was done by Antonia Dückelmann, Anna Piechl and Peter Paul Marckhgott-Sanabria with support from the interns Laura Elmer and Liam Downs-Tepper.
Besides the data the project HistoGIS comprises a web service to query the data (https://histogis.acdh.oeaw.ac.at)
Type: acdh:Project
today Available Date: 18 Oct 2019
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info Datenbank mit über 30.000 bibliographischen Einträgen, die nach folgenden Kriterien gesammelt wurden:
* Japanbezug
* deutschsprachig
* veröffentlicht zwischen 1980 und 2000

Berücksichtigt wurden sowohl selbständige Publikationen (Monographien, Sammelwerke, akademische Schriften und Ausstellungskataloge sowie Serien und Periodika) als auch unselbständig erschienene Aufsätze in Zeitschriften und Sammelwerken, in der Regel aber keine Zeitungsartikel.
* Thematischer Bezug: Die Bibliographie hat zuallererst den Anspruch, Texte, die sich wissenschaftlich mit Japan auseinandersetzen, darzustellen. Der Fokus liegt daher auf Werken mit humanwissenschaftlicher Relevanz im weitesten Sinne, etwa kultur-, gesellschafts- und wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungen. Es wurden aber auch Übersetzungen japanischer Literatur, literarische Werke mit Japanbezug sowie populärwissenschaftliche Bücher, Ratgeber, Reiseführer und Ähnliches erfasst. Rein naturwissenschaftlich-technische Themen wurden hingegen nicht systematisch aufgenommen.
* Sprache: Die meisten erfassten Publikationen sind auf Deutsch verfasst, es wurden aber auch nicht-deutschsprachige Beiträge in die Sammlung einbezogen, wenn sie im deutschen Sprachraum entstanden sind.
* Zeitraum: Publikationen aus den Jahren 1980 bis 1999 wurden systematisch gesucht und aufgenommen. Für die frühen 2000er Jahre gibt es einige Einträge jedoch wurde dieser Zeitraum nur noch kursorisch erfasst. Zur Zeit besteht nicht die Absicht, die Bibliographie weiter zu führen.
Ein Thesaurus, der aus über 500 hierarchisch strukturierten Schlagworten besteht. Die Verschlagwortung wurde dabei extensiv durchgeführt, das heißt, eine Publikation wurde zumeist nicht nur einem, sondern mehreren relevanten Themen zugeordnet.
Type: acdh:Project
today Available Date: 25 Mar 2021
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info Ziel dieses Projekts ist die systematische Erforschung des privaten Buchbesitzes im katholisch
dominierten Zentralalpenraum, genauergesagt in Tirol, für den Zeitraum von 1750 bis 1800.
Type: acdh:Project
today Available Date: 29 Jun 2020
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info The Madra River Delta Project is a diachronic, interdisciplinary research project, which has carried out environmental, archaeological, and historical research on the west coast of Anatolia. It was begun in 1995 and run until 2000. The project comprised a geomorphological survey and borehole sampling (sediment analysis), an intensive surface survey, a geological survey, a topographical survey, excavation work along with remote sensing and architectural study projects.
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info Was las die Tiroler Landbevölkerung um 1800? Ziel des Projekts ist die Erforschung des privaten
Buchbesitzes in Tirol in der sogenannten Sattelzeit, dem Zeitraum von 1750 bis 1850. In den
Inventaren, die sich in den Aktenbeständen zu den ehemaligen Landgerichten Stubai und Steinach
erhalten haben, sollen die verzeichneten Bücher erhoben und so der private Buchbesitz in diesen
ländlichen Regionen beschrieben und analysiert werden. Das Projekt ist als Pilotstudie angelegt. Es
gilt die Potenziale, aber auch die Grenzen der Auswertung von Inventaren am konkreten Beispiel
auszuloten. Basierend auf den in dieser Pilotstudie gewonnenen Erfahrungen sollen in der Folge
Methoden und Workflows entwickelt werden, um ein ähnliches, jedoch größer gefasstes Projekt
beantragen und realisieren zu können.
Diese Studie betritt wissenschaftliches Neuland, ist die erste dieser Art, nicht nur für das Gebiet des
heutigen Österreich, sondern auch für den gesamten katholisch-süddeutschen Raum. Das Projekt
kann somit einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Buch- und Lesegeschichte im 18. und 19.
Jahrhundert leisten. Darüber hinaus sollen die im Projekt bearbeiteten Inventarbestände über eine
Onlinedatenbank der wissenschaftlichen Forschung und der interessierten Öffentlichkeit zur
Verfügung gestellt werden.
Für Projektleitung, Archivrecherche und Datenerhebung sowie „analoge“ Dissemination zeichnet
Michael Span verantwortlich. Die technische Umsetzung der Online-Lösung obliegt Peter Andorfer.
Type: acdh:Project
today Available Date: 16 Oct 2017
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info The TuniCo project was aimed at getting a clearer picture of the current linguistic situation of Tunis. Methodologically, it was situated at the crossroads of variational linguistics and language technology, combining dialectological approaches with up-to-date text technological methodologies. The data and tools developed and tested in the project were meant to be beneficial for a wide range of research questions both in the field of Arabic linguistics but also beyond.
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