Troesmis. Römisches Legionslager – Munizipium – spätantike und byzantinische Grenzfestung /

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18_Survey
Type(s): acdh:Collection
18_Survey
Property Value(s)
acdh:aclRead
public
acdh:createdBy
admin
acdh:hasAcceptedDate
2017-02-09T00:00:00
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acdh:hasAppliedMethod
Survey
acdh:hasAvailableDate
2018-12-14
acdh:hasBinarySize
0.1 MB
acdh:hasBinaryUpdatedRole
admin
acdh:hasCompleteness
Die Datensammlung ist in der vorliegenden Form vollständig.
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600-01-01 , 1250-01-01
acdh:hasCoverageStartDate
900-01-01 , 100-01-01
acdh:hasCreatedEndDate
2012-09-14
acdh:hasCreatedStartDate
2012-09-14
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acdh:hasCurator
acdh:hasDepositor
acdh:hasDescription
- Frage nach der Siedlungsausdehnung rund um das Legionslager sowie der Ausdehnung der Nekropolen; bot die Möglichkeit, die Ergebnisse der Geophysik direkt mit denen der Feldbegehungen zu vergleichen;
- Fragen nach Siedlungsverlagerungen während mehrerer Jahrhunderte
- Fragen der Chronologie einzelner Siedlungskerne

- Methode linewalking: zumeist fünf Personen beteiligt, die sich auf die Suchpositionen L2, L1, M, R1 und R2 aufteilten; Der Abstand zwischen den Suchlinien (L2, L1, M, R1, R2) betrug meist 10–15 m. Bei ungünstigem Gelände, zum Beispiel bei Hindernissen (örtlich auftretender Bewuchs wie Buschreihen, hohe und besonders dichte Vegetation, Erosionsrinnen, Geländeabfälle), wurde der Abstand zwischen den Suchlinien verringert bzw. erweitert. Die Surveyteilnehmer stellten sich in Linie auf und suchten in stetiger Vorwärtsbewegung die Oberfläche nach Artefakten ab. Nach durchschnittlich 30–40 m wurden die auf jeder Suchlinie auftretenden Funde in Plastiksäcken verpackt und beschriftet. Dieser begrenzte Suchbereich wurde als Sektor bezeichnet. Bei sehr geringem Fundanfall wurde die Länge der Sektoren auf bis zu 60 m erhöht. Die Benennung der Sektoren setzt sich aus einer Ziffern-Buschstaben-Kombination zusammen. Auf jedem Fundzettel war die Sektorennummer (eine vierstellige Ziffer), gefolgt von der Suchposition, einzutragen (vgl. ...\07_Fundverwaltung sowie ...\16_GIS\01_Vektor\gml).
Die Personen L2 und R2 an den Flügeln sowie die Person an Position M waren mit GPS-Dataloggern (Holux M-241, Navin miniHomer, Smartphones mit Locus Pro-App) ausgestattet, die den gesamten Surveyablauf dokumentierten. Damit ließen sich auf sehr einfache Weise die Suchwege der drei Teammitglieder aufzeichnen. Die Aufzeichnung der Sektorennummer und weiterer Informationen erfolgte jedoch auf Position M mit Hilfe eines GPS-Feldcomputers. Am Ende jeden Sektors wurde ein Punkt eingemessen und mit der Sektorennummer versehen. Die Surveyteilnehmer verfügten über einfache mechanische Handklicker, mit denen Baukeramikfragmente zwar gezählt, aber nicht aufgelesen wurden. Die Anzahl der erfassten Baukeramikfragmente sowie weitere Beobachtungen, wie das Auftreten ortsfremder Gesteine oder von Steinkonzentrationen, ließen sich ebenfalls mit dem Feldcomputer dokumentieren. Zusätzlich stand eine GPS-Digitalkamera (Fuji XP 30) zur Verfügung, mit der sich Zustandsbilder der örtlichen Auffindungsbedingungen anfertigen ließen. 2015 wurden diese Aufnahmen mit einem Smartphone (Samsung Galaxy Note 4) angefertigt. Die Klassifikation der Auffindungsbedingungen erfolgte nach einer fünfteiligen Skala.

- Methode Rastersurvey: In den Arealen O, W und T wurde auf einer Gesamtfläche von ca. 1,45 ha ein Rastersurvey durchgeführt: in beiden Befestigungen sollte möglichst viel Fundmaterial aufgesammelt werden, um die bisher in der Literatur kursierenden Aussagen zur Chronologie der beiden Anlagen diskutieren zu können. Der Rastersurvey in Areal T diente dazu, die zahlreichen, an der Oberfläche liegenden Funde aus dem Grabungsschnitt aufzulesen, um sie mit dem Fundspektrum aus den angrenzenden Flächen der linewalking-Zone 1 vergleichen zu können. In der Westbefestigung wurden 75 Quadranten (Reihen A–J) abgesucht, in der Ostbefestigung waren es 54 Quadranten (Reihen K–V), wobei hier nur in jedem zweiten Quadrant pro Reihe ein Survey stattfand. Die Quadranten waren jeweils 10 x 10 m große, in Reihen angeordnete Zellen. Jedem Surveyteilnehmer standen zehn Minuten Suchzeit pro Quadrant zur Verfügung. In Areal T waren vier der insgesamt 20 Rasterzellen (Reihen W–X) teils dem gebogenen Verlauf des Grabungsschnitts angepasst. Sie waren etwas kleiner als die anderen, 10 x 10 m großen, quadratischen Zellen.

2015 wurde eine Umstellung der Surveymethodik durchgeführt, indem WebGIS-Technologie kombiniert mit Smartphones in den Prozess integriert wurde. Die Firma GIS-Cloud (http://www.giscloud.com/) ist ein Dienstanbieter, der Geoservices im Web bereitstellt, auf die man zum Beispiel mit Smartphones zugreifen kann. Für den jeweiligen Bedarf können Karten und Formulare online entworfen werden, die man mit dem Smartphone aufruft, um sich entweder im Gelände anhand des online bereitgestellten Kartenmaterials zu orientieren oder um Kartierungen vornehmen zu können. Trotz der sehr abseitigen Lage des Projektgebietes funktionierte diese Technologie ausgezeichnet.
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acdh:hasLocationPath
18_Survey
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Holzhausen-Legat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: Nr. STI0148 , Österreichische Nationalbank Jubiläumsfond: Nr. 16365
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1
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acdh:hasSubject
Byzantinische Burg , Keramik , Canabae , Surveyartefakte , Forschungsgeschichte , Hügelgräber , Legionslager , Siedlungstopographie , Wasserversorgung , Nekropole , Lagervorstadt , Munizipium , Archivrecherchen
acdh:hasSubmissionDate
2016-09-13T00:00:00
acdh:hasTemporalCoverage
Late Antiquity , Middle Roman imperial period , Late Roman imperial period , Middle Byzantine period , Early Byzantine period
acdh:hasTitle
18_Survey
acdh:hasUpdatedDate
2019-12-13T15:55:23.96Z
acdh:hasUpdatedRole
admin
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acdh:hasUsedSoftware
MS Access , MS Excel , QGIS , Manifold GIS
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Summary

info_outline Related Discipline(s): Archaeometry , Archaeology
info_outline Subject(s): Byzantinische Burg , Keramik , Canabae , Surveyartefakte , Forschungsgeschichte , Hügelgräber , Legionslager , Siedlungstopographie , Wasserversorgung , Nekropole , Lagervorstadt , Munizipium , Archivrecherchen
info_outline Spatial Coverage: Troesmis
info_outline Coverage Start Date: 900 , 100
info_outline Coverage End Date: 600 , 1250
info_outline Description: - Frage nach der Siedlungsausdehnung rund um das Legionslager sowie der Ausdehnung der Nekropolen; bot die Möglichkeit, die Ergebnisse der Geophysik direkt mit denen der Feldbegehungen zu vergleichen;
- Fragen nach Siedlungsverlagerungen während mehrerer Jahrhunderte
- Fragen der Chronologie einzelner Siedlungskerne

- Methode linewalking: zumeist fünf Personen beteiligt, die sich auf die Suchpositionen L2, L1, M, R1 und R2 aufteilten; Der Abstand zwischen den Suchlinien (L2, L1, M, R1, R2) betrug meist 10–15 m. Bei ungünstigem Gelände, zum Beispiel bei Hindernissen (örtlich auftretender Bewuchs wie Buschreihen, hohe und besonders dichte Vegetation, Erosionsrinnen, Geländeabfälle), wurde der Abstand zwischen den Suchlinien verringert bzw. erweitert. Die Surveyteilnehmer stellten sich in Linie auf und suchten in stetiger Vorwärtsbewegung die Oberfläche nach Artefakten ab. Nach durchschnittlich 30–40 m wurden die auf jeder Suchlinie auftretenden Funde in Plastiksäcken verpackt und beschriftet. Dieser begrenzte Suchbereich wurde als Sektor bezeichnet. Bei sehr geringem Fundanfall wurde die Länge der Sektoren auf bis zu 60 m erhöht. Die Benennung der Sektoren setzt sich aus einer Ziffern-Buschstaben-Kombination zusammen. Auf jedem Fundzettel war die Sektorennummer (eine vierstellige Ziffer), gefolgt von der Suchposition, einzutragen (vgl. ...\07_Fundverwaltung sowie ...\16_GIS\01_Vektor\gml).
Die Personen L2 und R2 an den Flügeln sowie die Person an Position M waren mit GPS-Dataloggern (Holux M-241, Navin miniHomer, Smartphones mit Locus Pro-App) ausgestattet, die den gesamten Surveyablauf dokumentierten. Damit ließen sich auf sehr einfache Weise die Suchwege der drei Teammitglieder aufzeichnen. Die Aufzeichnung der Sektorennummer und weiterer Informationen erfolgte jedoch auf Position M mit Hilfe eines GPS-Feldcomputers. Am Ende jeden Sektors wurde ein Punkt eingemessen und mit der Sektorennummer versehen. Die Surveyteilnehmer verfügten über einfache mechanische Handklicker, mit denen Baukeramikfragmente zwar gezählt, aber nicht aufgelesen wurden. Die Anzahl der erfassten Baukeramikfragmente sowie weitere Beobachtungen, wie das Auftreten ortsfremder Gesteine oder von Steinkonzentrationen, ließen sich ebenfalls mit dem Feldcomputer dokumentieren. Zusätzlich stand eine GPS-Digitalkamera (Fuji XP 30) zur Verfügung, mit der sich Zustandsbilder der örtlichen Auffindungsbedingungen anfertigen ließen. 2015 wurden diese Aufnahmen mit einem Smartphone (Samsung Galaxy Note 4) angefertigt. Die Klassifikation der Auffindungsbedingungen erfolgte nach einer fünfteiligen Skala.

- Methode Rastersurvey: In den Arealen O, W und T wurde auf einer Gesamtfläche von ca. 1,45 ha ein Rastersurvey durchgeführt: in beiden Befestigungen sollte möglichst viel Fundmaterial aufgesammelt werden, um die bisher in der Literatur kursierenden Aussagen zur Chronologie der beiden Anlagen diskutieren zu können. Der Rastersurvey in Areal T diente dazu, die zahlreichen, an der Oberfläche liegenden Funde aus dem Grabungsschnitt aufzulesen, um sie mit dem Fundspektrum aus den angrenzenden Flächen der linewalking-Zone 1 vergleichen zu können. In der Westbefestigung wurden 75 Quadranten (Reihen A–J) abgesucht, in der Ostbefestigung waren es 54 Quadranten (Reihen K–V), wobei hier nur in jedem zweiten Quadrant pro Reihe ein Survey stattfand. Die Quadranten waren jeweils 10 x 10 m große, in Reihen angeordnete Zellen. Jedem Surveyteilnehmer standen zehn Minuten Suchzeit pro Quadrant zur Verfügung. In Areal T waren vier der insgesamt 20 Rasterzellen (Reihen W–X) teils dem gebogenen Verlauf des Grabungsschnitts angepasst. Sie waren etwas kleiner als die anderen, 10 x 10 m großen, quadratischen Zellen.

2015 wurde eine Umstellung der Surveymethodik durchgeführt, indem WebGIS-Technologie kombiniert mit Smartphones in den Prozess integriert wurde. Die Firma GIS-Cloud (http://www.giscloud.com/) ist ein Dienstanbieter, der Geoservices im Web bereitstellt, auf die man zum Beispiel mit Smartphones zugreifen kann. Für den jeweiligen Bedarf können Karten und Formulare online entworfen werden, die man mit dem Smartphone aufruft, um sich entweder im Gelände anhand des online bereitgestellten Kartenmaterials zu orientieren oder um Kartierungen vornehmen zu können. Trotz der sehr abseitigen Lage des Projektgebietes funktionierte diese Technologie ausgezeichnet.

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